Seit 16 Jahren in Deutschland und Europa
Kostenloser Versand ab 50 €
Bequemer Kauf auf Rechnung
Einzel- und Großhandel
Hotline +49 521 448 123 72

Richtiges Aufgießen

Vielleicht hat jede Nation, die Tee lieben, ihre eigene originelle Art, ihn zuzubereiten. Auch Weltklassiker widmeten ihre Werke dem Teebrauen. Eine der bekanntesten Teegeschichten ist George Orwells A Cup of Great Tea.

Jede der Methoden ist auf ihre Weise gut, aber die englische Art der Teezubereitung, die der Legende nach von Königin Victoria selbst zusammengestellt wurde, gilt als die klassische.

Nach der klassischen englischen Methode muss die Teekanne vor dem Brühen mit heißem Wasser gespült werden, um die Temperatur der Teekanne und des Wassers, in dem der Tee aufgebrüht wird, anzugleichen. Andernfalls kühlt eine kalte Teekanne das Wasser ab und die richtige Brühtemperatur wird unterschritten.

Nachdem die Teekanne aufgewärmt ist, werden Teeblätter in einer Menge von 2 Gramm (1 Standard-Teelöffel ohne Rutsche) pro Tasse plus 2 Gramm "für eine Teekanne" hineingegossen. Um vier Tassen Tee zuzubereiten, benötigen Sie also fünf Teelöffel Teeblätter.

Die Teeblätter werden mit heißem Wasser übergossen. Dabei kommt es nicht so sehr auf die Wassermenge an, sondern auf die Temperatur.

Beim Erhitzen von Teewasser darf es auf keinen Fall kochen. In dem Moment, in dem sich große Blasen über die Wasseroberfläche zu bewegen beginnen, ist das Wasser zum Aufbrühen nicht mehr geeignet, weil Es kommt Sauerstoff heraus, der benötigt wird, um den Geschmack und das Aroma des Tees zu offenbaren. Aus dem gleichen Grund können Sie das Wasser nicht wieder erhitzen - der Sauerstoffgehalt ist niedrig und der Tee wird schlechter, als er hätte sein können.

Hören Sie auf, Wasser für die Zubereitung von schwarzem Tee zu erhitzen, wenn seine Temperatur 96-98 Grad erreicht. Dies ist die Temperatur, die das Wasser in dem Moment hat, in dem eine "Säule" von Luftblasen erscheint, die vom Boden des Wasserkochers zur Wasseroberfläche aufsteigen.

Verwenden Sie für grüne Tees kühleres Wasser - 90-95 Grad.

Um verschiedene Teesorten zuzubereiten, benötigen Sie nicht nur Wasser mit unterschiedlichen Temperaturen, sondern auch unterschiedliche Brühzeiten. Je feiner der Tee geschnitten wird, desto schneller wird er gebrüht. Schwarzer Tee des Orange Peko-Standards wird 3-4 Minuten gebrüht, grüner - 4-5 Minuten.

Während der Tee aufgegossen wird, decken Sie die Teekanne mit einer Stoffserviette ab, die die Öffnung des Teekannenausgusses bedeckt.

Nachdem der Tee aufgebrüht ist, wird er in Tassen gegossen, die wie der Wasserkocher mit heißem Wasser vorgewärmt werden müssen. Die englische Etikette verlangt, dass neben einer Teekanne auch eine Teekanne mit heißem Wasser oder Milch an den Tisch serviert wird, damit jeder Teeparty-Teilnehmer den Tee auf die gewünschte Stärke verdünnen kann.

Neben der klassischen Aufgußmethode ist auch die 1999 vom British Standards Institute speziell für Teetester entwickelte BS 6008 „Method of brewing tea infusion“ bei Tee-Testern beliebt. Speziell für diese Tee- Tester wird ein und der selber Tee aufgebrüht und dabei der Geschmack immer gleichbleibend sein muss.

Nach diesem Standard: „Verwenden Sie für eine Tasse Tee 2 Gramm getrocknete Teeblätter – plus oder minus 2% – auf 100 ml Wasser.

Beim Brühen muss auf die Verwendung von hartem Wasser verzichtet werden, denn das harte Wasser wirkt sich negativ auf das Aroma und den Geschmack des Tees aus, und die Teekanne muss vollständig mit frisch gekochtem Wasser gefüllt werden, so dass bis zum Rand nur noch 4-6 mm bleiben.

Nachdem die Teekanne mit dem Deckel verschlossen wurde, sollte nun die Brühzeit 6 Minuten betragen.

Milch sollte dem Tee im Verhältnis von 1,75 ml Milch pro 100 ml Tee zugesetzt werden. Während des Eingießens des Tees aus der Teekanne in eine Tasse, darf die Teekanne nicht geschüttelt werden, beim Ausgießen muss die Teekanne streng waagerecht gehalten werden.

Der aufgebrühte Tee sollte von oben in die bereits in der Tasse befindliche Milch gegossen werden, um die Milch nicht zu "verbrühen" und ihre nützlichen Substanzen zu zerstören. Wenn Sie allerdings Milch in den Tee gießen, lassen sich die besten Ergebnisse bei einer Teetemperatur von 65-80 Grad Celsius erzielen.

Es ist wichtig zu beachten, dass beim Abkühlen des aufgebrühten Tees ein dünner Film auf der Wasseroberfläche erscheinen kann, der von vielen mit einem chemischen Aroma oder einer Farbe verwechselt wird. Tatsächlich ist es ein ätherisches Öl aus Teeblättern, das beim Rösten gebacken und beim Aufbrühen ins Wasser abgegeben wird. Beim Abkühlen des Aufgusses steigt das Öl an die Oberfläche.

Ein weiterer Grund zur Sorge für Teekenner ist der braune Belag auf der Tasse, der nach einem stark aufgebrühten Aufguss zurückbleibt. Dies ist kein Farbstoff, sondern die gleichen Teeenzyme, die dem Aufguss in einer Tasse eine schöne Farbe verleihen.

Enzyme sind zwar klein, aber trotzdem gewisse Partikel. Beim Eintritt in den Aufguss lösen sich die Enzyme nicht nur in Wasser auf, sondern setzen sich auch an den Wänden des Geschirrs ab und verbleiben auf diesen, auch wenn der Tee getrunken wird. Je heißer das Wasser, desto feiner werden die Blätter geschnitten und je länger die Brühzeit, desto mehr Enzyme werden in den Aufguss freigesetzt und desto auffälliger wird die Plaque. Daher wird Plaque häufiger nach dem Aufbrühen von Tee in Beuteln bemerkt.